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B&B Magazin Herbst 2019

LEONARDO DICAPRIO

LEONARDO DICAPRIO Hollywoodstar, Frauenschwarm, Umweltschützer – Leonardo DiCaprio ist erfolgreich und klimabewusst. ZWISCHEN JETSET UND KLIMASCHUTZ DER DOPPELTE LEO BEGEHRTESTER JUNGGESELLE HOLLYWOODS, OSCAR-PREISTRÄGER, FRAUENHELD. WIE ER SO ERFOLGREICH WURDE, WOFÜR ER SICH EINSETZT, WOFÜR ER KRITISIERT WIRD – EIN BLICK IN LEOS WELT. SEINE KARRIERE Schon mit 14 lächelte Leo in Werbespots für Kaugummi und Käse. Seinen Durchbruch als Darsteller hatte er 1990 mit der Serie „Eine Wahnsinnsfamilie“. Mit Rollen in den Fernsehserien „California Clan“ und „Unser lautes Heim“ machte er Hollywood auf sich aufmerksam. Mit 19 die erste Oscarnominierung – für eine Nebenrolle als geistig behinderter Junge in „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“. 1997 dann der Welterfolg „Titanic“. Seitdem wurde fast jeder seiner Filme zum Erfolg. Auf den Oscar als bester Hauptdarsteller musste er allerdings lange warten. Nach drei Nominierungen („Aviator“, „Blood Diamond“, „The Wolf of Wall Street“) konnte er ihn 2016 „The Revenant – Der Rückkehrer“ endlich in den Händen halten. Aktuell ist er gemeinsam mit Brad Pitt im neuen Tarantino-Film „Once Upon A Time… in Hollywood“ in den Kinos. SEINE FRAUEN Die Liste seiner Liebschaften ist so lang wie die seiner Blockbuster. Jung, schön, groß und meistens blond – Models sind genau sein Typ. Mit der brasilianischen Schönheit Gisèle Bündchen war er fünf Jahre liiert (2000 – 2005), mit ihrer Kollegin Bar Refaeli sechs Jahre (2005 – 2011). Nach Kurzaffären mit den Schauspielkolleginnen Blake Lively und Madalina Ghenea war das deutsche Topmodel Toni Garrn ein Jahr lang die Frau an seiner Seite (2013 – 2014). Auf sie folgten die Models Kelly Rohrbach und Nina Agdal. Zu seinen zahlreichen Liebschaften sollen auch Topstars wie Kate Moss, Naomi Campbell und Helena Christensen gehören. Aktuell scheint der „Modelizer“, wie Leo in Hollywood genannt wird, wieder dauerhaft glücklich zu sein. Seit Ende 2017 ist er mit der argentinischen Schauspielerin Camila Morrone (22) zusammen. Seit 2017 datet Leo Camila Morrone (unten links). Auch Gisèle Bündchen, Bar Refaeli und Toni Garrn waren an seiner Seite. Foto: picture alliance/Rocco Spaziani Fotos: Camila Morrone - picture alliance/abaca. Gisele Bündchen - picture alliance/empics. Bar Refaeli - dpa, Toni Garn - picture alliance/Stephan Persch. SEINE FAMILIE Auf dem roten Teppich lässt sich der Oscar-Preisträger statt von seinen Model-Freundinnen lieber von seiner Mutter Irmelin begleiten. In den 1950er Jahren wanderten Leos Großeltern Helene und Wilhelm von Oer-Erkenschwick (Ruhrgebiet) in die USA aus, wo Leo 1974 geboren wurde. Seine Eltern trennten sich kurz nach der Geburt, der Kontakt zu Vater George blieb. Als seine Großeltern in den 1980ern zurück nach Deutschland zogen, besuchte er sie regelmäßig und schwärmte von Oma Helenes (†2008) deutschem Essen wie Apfelkuchen, Reiberdatschi oder Spätzle. Im Sommer 2019 wagte sich sogar Papa George in die Öffentlichkeit. Bei der Premiere zu Leos Doku- Film „Ice and Fire“ zeigte er sich erstmals auf dem roten Teppich, um seinen Sohn bei seiner Arbeit zu unterstützen. Klingt ganz nach später Familienharmonie. SEIN HERZ FÜR DIE UMWELT In einem Interview sagte Leo einmal: „Wenn du berühmt bist, dann kannst du entweder eine eitle Diva sein oder deinen Ruhm nutzen, um etwas in der Welt zu bewegen.“ Bereits im Alter von 24 Jahren gründete er die „Leonardo DiCaprio Foundation“, eine Stiftung für Umweltschutz, die bereits 47 Millionen Dollar für Öko-Projekte einsetzen konnte. Er widmet sich vor allem der Förderung und Entwicklung von Elektroautos sowie Filmprojekten, die für Umweltthemen sensibilisieren sollen sollen ( z.B. "Cowspiracy", "11th Hour - 5 vor 12"). Bei UN-Klimagipfel in New York oder dem Weltwirtschaftsforum in Davos war er bereits als Redner geladen. Auch in seiner Oscar-Dankesrede wies er auf den Klimawandel hin. Für sein Engagement wurde er zum UN-Friedensbotschafter ernannt. Leo lebt vegetarisch und besitzt im New Yorker Greenwich Village ein ökologisch nachhaltiges Appartement. 2016 Bester Hauptdarsteller: The Revenant – Der Rückkehrer SEINE KRITIKER Wer erfolgreich ist und sich für provokante Themen einsetzt, zieht auch Kritiker auf sich. Von den Filmfestspielen in Cannes flog Leo im Privatjet nach New York, um einen Preis für sein Umwelt- Engagement entgegenzunehmen. Anschließend jettete er direkt zurück. Kritiker bezeichneten seine Plädoyers für stärkeren Klimaschutz als heuchlerisch. Ebenso standen seine Spendengalas für den Klimaschutz, zu denen er zahlreiche Hollywood-Promis aus L.A. nach Südfrankreich einfliegen ließ, in der Kritik. In Belize kaufte Leo 2005 eine ganze Insel, um sie zu einem Öko-Resort umbauen zu lassen. Im Dienste der Umwelt - Leo als Redner beim UN-Klimagipfel. In "Once Upon a Time in Hollywood" mimt Leo einen erfolglosen Schauspieler. Regionale Medien beklagten den Verlust der Existenzgrundlage der örtlichen Fischer. Das Resort soll dennoch 2020 eröffnen. Was hält Leo von der Kritik? Er betont immer wieder, es gehe nicht um ihn, sondern um unseren Planeten. SEINE GEHEIMNISSE Sein wohlklingender Name Leonardo DiCaprio wäre der Filmwelt um ein Haar verborgen geblieben. Einige Agenten wollten ihn zu Beginn seiner Karriere als Lenny Williams groß rausbringen. Leo besann sich aber auf sein italienisches Erbe und behielt seinen echten Namen. Trotz Millionen auf dem Konto ist Leo ein echter Sparfuchs: „Wenn ich es vermeiden kann, verzichte ich im Hotel auf eine Cola für fünf Dollar und kaufe mir für den gleichen Preis ein Sixpack um die Ecke.“ In Muckibuden wird man ihn nicht antreffen. Leo hasst Fitness-Center. Lieber geht er mit seiner französischen Bulldogge Django spazieren oder spielt eine Runde Golf mit Kollege Jack Nicholson. Fotos: picture alliance/Everett Collection & AP Photo 26 | B&B MAGAZIN 03/2019 – PEOPLE 27

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